„Dem Vergangenen: Dank. Dem Kommenden: Ja.“
Wahrscheinlich haben Sie, habt Ihr dieses Zitat schon öfters zum Jahreswechsel gehört. Es stammt von Dag Hammarskjöld, dem 2. Generalsekretär der Vereinten Nationen, der in seinem Flugzeug 1961 höchstwahrscheinlich abgeschossen wurde.
Kurz vor seinem überraschenden Tod mit 55 Jahren schreibt er wie eine Lebenssumme: „Ich weiß nicht, wer – oder was – die Frage stellt. Ich weiß nicht, wann sie gestellt wurde. Ich weiß nicht, ob ich antwortete. Aber einmal antwortete ich JA zu jemandem – oder zu etwas. Von diese Stunde her rührt die Gewissheit, dass das Dasein sinnvoll ist und darum mein Leben, in Unterwerfung, ein Ziel hat…
Seither hat das Wort Mut seinen Sinn verloren, da ja nichts mir genommen werden konnte.“
„O du fröhliche“ haben wir am Donnerstag im Stift gesungen.
Weil im alten Gotteslob, das dort vorhanden ist, das Lied nicht abgedruckt ist, haben wir es natürlich auswendig gesungen.
Das konnten alle der fast 40 Mitfeiernden. Und wie!
Ich war selten von diesem Lied so berührt wie da.
Mit „auswendig“ meinen wir im Deutschen ja meistens, aus dem Gedächtnis heraus.
Im Französischen heißt „auswendig“ wörtlich „aus dem Herzen“.
Und so war es. Aus tiefstem Herzen haben alle gesungen.