Was für ein schöner Zufall: Dieses Evangelium von den Arbeitern im Weinberg haben wir nicht für heute ausgesucht, es wird auf der ganzen Welt heute in allen katholischen Gottesdiensten gelesen.
Und zufällig eben bei uns bei diesem Weinberggottesdienst.
Zufall heißt, es fällt mir zu, es ist für mich bestimmt.
Zufall muss auch nicht immer angenehm sei, er kann wie heute auch eine Herausforderung sein.
Dann ist doch die Frage: Was hat dieser Text mit meinem Leben zu tun?
Jesus arbeitet ja nicht bei der Agentur für Arbeit oder hält einen Vortrag bei einer Gewerkschaft, er erzählt eine Geschichte, die ein Bild für das Reich Gottes sein soll.
Ein Gleichnis bedeutet: So ist es, wenn Gottes Maßstäbe gelten. Und es spiegelt menschliche Erfahrungen wieder.
Keiner von uns lebt sich selbst zu eigen
und keiner stirbt sich selbst zu eigen.
Ob wir also leben - dem Herrn zu eigen leben wir,
und ob wir sterben - dem Herrn zu eigen sterben wir.
Ob wir nun leben,
oder ob wir nun sterben,
WIR GEHÖREN DEM HERRN.
Denn Christus ist gestorben
und lebendig geworden,
um Herr zu sein über Tote
und Lebende.
Wort des lebendigen Gottes.
Röm 14,7-9
„Dir gehört mein Herz, von heute an für alle Ewigkeit“
Kennen Sie dieses Lied von Phil Collins?
Noch bekannter dürfte der Schlager von Marianne Rosenberg sein:
„Er gehört zu mir wie mein Name an der Tür“, und sie fragt: „Ist es wahre Liebe, die nie mehr vergeht?“
Es ist ein existentielles Bedürfnis von uns Menschen, zu wissen und vor allem zu spüren, zu wem wir gehören und wer zu uns gehört.
Und das nicht nur für den Augenblick oder die nächste Zeit.
Unsere Sehnsucht zielt auf Ewigkeit, auf etwas, was über den Tod hinaus geht.
Für alle Ewigkeit soll dir mein Herz gehören, singt Phil Collins.
Marianne Rosenberg fragt nach einer Liebe, die nie mehr vergeht.
Wem gehören wir?